Umbau der Breitscheidstraße

Umbau der Breitscheidstraße

Städtebauliche Vitalisierung des Straßenzuges

 

Bestand

Eine kaputtgefahrene Straße, abgenutzte Schienen und ungesicherte straßenbündige Haltestellen waren der Aufhänger für einen kompletten Umbau des Straßenzuges Berliner Platz bis Aschrottstraße auf einer Länge von etwa 700 m. Gleichzeitig sollten Defizite hinsichtlich des Platzmangels der Bäume und der fehlenden Radverkehrsanlagen beseitigt werden. 

Breitscheidstraße mit Haltestelle
Breitscheidstraße
Haltestelle Breitscheidstraße

Klare Gliederung des Verkehrsraumes

Ausgehend von breiteren Baumscheiben wurde das Parken zwischen die Bäume verlegt. Auf der Fahrbahn wurden beidseitig Radfahrstreifen angelegt. Die Radlerführung verschwenkt im Bereich der Haltestelle Breitscheidstraße nach hinten. Die Haltestelle wurde als barrierefreie Fahrbahnrandhaltestelle angeordnet. Die Fahrstreifen wurden als Mischverkehrsfläche für den ÖPNV und den MIV definiert und in Asphalt ausgeführt. Im Gegensatz zur früher gepflasterten Straße konnte die Lärmemissionen dadurch deutlich reduziert werden. Auf der südlichen Seite wurden Bäume ergänzt, die dem Straßenzug nun den Charakter einer Allee verleihen. Die Gehwege sind etwas verschmälert, entlang der Gebäude wurde ein optischer Ausgleichsstreifen aus Natursteinen gepflastert. Die Randbereiche wurden durch Grünflächen und Baumpflanzungen gestalterisch aufgewertet. Die Querungsstellen für Fußgänger wurden im Sinne eines „Design für Alle“ durchgängig optimiert.

Die klare Gliederung des Verkehrsraumes, die Ergänzung des Baumbestandes zur Allee, die symmetrische Akzentuierung der Funktionen und die Ausgestaltung der Randbereiche führen ergänzend zur verkehrlichen Optimierung zu einer städtebaulichen Vitalisierung des Straßenzuges.

Aufgrund der Lageverschiebung der Haltestelle Breitscheidstraße änderte sich auch die Einfahrtssituation in das Quartier Weidlingstraße. 

Haltestelle Aschrottstraße
Haltestelle Aschrottstraße

Barrierefreier Umbau der Haltestelle Aschrottstraße

Ein weiterer Teil des Planungsauftrages bestand in der barrierefreien Umgestaltung der Haltestelle Aschrottstraße einschließlich der Aufteilung des Verkehrsraumes dieses kurzen, aber durch die Lage an der Stadthalle, städtebaulich sehr bedeutsamen Abschnittes. Die fußläufigen Flächen Gehweg und Haltestelle wurden in Anbetracht einer angrenzend entstehenden Platzfläche besonders breit ausgeführt. Durch beidseitige Baumpflanzungen wurde auch hier ein Alleecharakter erzeugt. 

Überfahrbare Kaphaltestelle Aschrottstraße
Überfahrbare Kaphaltestelle Aschrottstraße

Analog zur Breitscheidstraße ist der Gleiskörper straßenbündig geführt. Beide Haltepositionen wurden platzsparend als überfahrbare Kaphaltestelle angelegt. Der Ausstieg auf die erhöhte Fahrbahnfläche erfolgt in Verbindung mit einer signalisierten Zeitinsel gesichert. Die Signalanlage sorgt gleichsam für eine bevorrechtigte Ausfahrt der Tram aus der Aschrott- in die Breitscheidstraße.

Erneuerung des Verkehrsknotens 

Auf dem Straßenstück zwischen Berliner Platz und Breitscheidstraße wurden in der Gilsastraße Fahrbahnen und Gleise erneuert, Parkplätze angelegt und Bäume gepflanzt. Am Berliner Platz wurde der Verkehrsknoten umgebaut. Hier wurde insbesondere die Signalisierung erneuert und sämtliche Querungen barrierefrei ausgestattet.

Zahlen, Daten, Ansprechpartner

Auftraggeber Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG, Stadt Kassel
Baukosten 5,5 Mio. €<br
Planungsvolumen 270.000 €
Leistungsphasen 1 – 5
Planung 2007 – 2011
Fertigstellung 2011

Ansprechpartner der Auftraggeber

KVG Stadt Kassel
Reiner Blobel Tim Honnens
Fon: +49 (0)561 3089-301 Fon: +49 (0)561 787-2140
Mail: reiner.blobel@kvg.de Mail: tim.honnens@kassel.de


Hier können Sie sich die 2-seitige Beschreibung zum Umbau der Breitscheidstraße im PDF-Format herunterladen. 

KVG